Der unsichtbare Kampf um Wertschätzung: Warum er in dir selbst beginnt und wie Coaching deine Neu-Orientierung stärkt
Ich saß da und hörte aufmerksam zu. Die taoistische Profilerin blickte mich an und sagte mit ruhiger Stimme:
„Dein Thema ist Wertschätzung.“
Zack. Treffer. Ich spürte sofort, dass da was dran war. Klar, mein Vater war in meiner Kindheit nicht wirklich mein Ansprechpartner, das war klassisch meine Mutter. Kein Drama, kein Trauma, einfach die übliche Rollenverteilung, wie sie viele aus meiner Generation kennen. Mein Vater und ich haben heute ein enges Verhältnis, und rückblickend würde er wahrscheinlich sagen, dass ich immer gesehen und geschätzt wurde. Doch im großen Keller des Unterbewusstseins hockt etwas, das in Beziehungen immer mal wieder leise flüstert – oder auch laut ruft:
„Der/die sieht dich doch gar nicht!“
Ich kenne das Gefühl, immer wieder für Anerkennung zu kämpfen. Ein bisschen so, als würde man in einem Raum voller Menschen stehen, winken, rufen – und keiner dreht sich um. Und genau da liegt die Krux: Je mehr wir im Außen nach Wertschätzung suchen, desto weniger scheint sie zu kommen.
Selbstwert und die Suche nach Orientierung, Klarheit und Balance
Das Bedürfnis nach Wertschätzung ist zutiefst menschlich. Es geht um Zugehörigkeit, um das Gefühl, gesehen zu werden. Doch wenn wir uns selbst nicht genug wertschätzen, sind wir besonders abhängig davon, dass andere es tun. Und genau hier schließt sich der Kreis:
1. Wertschätzung & Selbstwert
Wer sich selbst als wertvoll erlebt, braucht weniger Bestätigung von außen. Fehlt das innere Fundament, wird Anerkennung von anderen zur emotionalen Währung, die wir ständig verdienen wollen.
2. Orientierung & Selbstwert
Ohne eine innere stabile Basis sind wir anfälliger für äußere Einflüsse. Wir suchen nach Orientierung – nach jemandem, der uns sagt, wo es langgeht, weil wir uns selbst nicht genug vertrauen.
3. Klarheit & Selbstwert
Wer sich selbst kennt und schätzt, ist klarer in seinen Entscheidungen. Ein wackelndes Selbstwertgefühl bringt Unsicherheit mit sich – wir fragen uns, was „richtig“ ist, statt einfach unserem eigenen Kompass zu folgen.
4. Balance & Selbstwert
Ein stabiles Selbstwertgefühl hilft, die richtige Balance zwischen Geben und Nehmen zu finden. Wer sich selbst wertschätzt, setzt gesunde Grenzen – ohne schlechtes Gewissen.
Was sagt die Wissenschaft?
Die positive Psychologie bestätigt, dass ein gesundes Selbstwertgefühl mit mehr Lebenszufriedenheit, Resilienz und besseren Beziehungen einhergeht. Studien zeigen, dass Menschen mit hoher Selbstakzeptanz weniger Angst vor Ablehnung haben und seltener in toxische Anerkennungsspiralen geraten (Neff, 2011). Eine Untersuchung von Deci & Ryan (2000) zur Selbstbestimmungstheorie belegt zudem, dass echte Zufriedenheit dann entsteht, wenn Wertschätzung nicht nur von außen, sondern vor allem von innen kommt.
Wie kannst du das für dich nutzen?
Erkennst du dich in dem ein oder anderen Punkt wieder? Dann gibt es zwei Wege, wie du dem auf den Grund gehen kannst:
🔹 Quick Dive Coaching – Der schnelle und effektive Blick von außen: Wo genau hakt es, und was kannst du konkret tun?
🔹 Deep Dive Coaching – Mit Stärkenprofil und klarer Zielrichtung: Wie kannst du dein Muster durchbrechen und mit deinem Thema entspannter umgehen?
Am Ende ist es genau das: Ein Bewusstwerden. Denn wenn du selbst siehst, dass du da bist – und dass du wertvoll bist – dann wird es auch das Außen tun. Und dann musst du nicht mehr winken und rufen, sondern stehst einfach fest da.